Buchautor

Neben meinen journalistischen Arbeiten bin ich als Buchautor tätig. In meinen Werken setze ich mich mit den Maximen der Angst auseinander.
Bisher sind folgende Werke im Handel erschienen:
Abhandlungen über das Nichts (2015), Lyrik und Kurzgeschichten, Shaker Media Verlag
Bilder vom Lichtersinken & Kerzentrinken (2014), Lyrik, epubli Verlag
alle gedichte enden hier - trilogie des freundlichen todes (2009), Lyrik, Shaker Media Verlag
In den Teufeln meiner Augenblicke - Protokolle eines Zwangskranken (2008 unter dem Pseudonym Halmas Thod), Erzählung, Shaker Media Verlag
Die Halbunruhigen (2017), Short-Stories und Lyrik, epubli-Verlag
Lese- und Hörproben können auf dieser Seite abgerufen werden. Weitere Infos und zusätzliches Textmaterial erteilen die Homepage www.cafe-tod.npage.de und der Blog wortall auf Wordpress.

Neu: "Die Halbunruhigen", Taschenbuchformat DIN A5, 40 Short-Stories und Gedichte, 88 Seiten, inkl. Fotografien und Zeichnungen, epubli-Verlag 2017, 9,90 Euro, ISBN 978-3-7450-5899-4
Neu: "Die Halbunruhigen", Großformat DIN A 4, 40 Short-Stories und Gedichte, 72 Seiten, inkl. Fotografien und Zeichnungen, epubli-Verlag 2017, 11,90 Euro, ISBN 978-3-74505278-7

Titel: die deiche fallen still heut nacht/mit engeln entkommen/bricht/glaube, hoffnung, ende/der feiertag/freizeit/geheiratet werden/ mein mund voller winter/ natalie will nutte werden, timo terrorist/ schreibt/dreizehn minuten/atem aus/fick mich nicht, trink zart von mir/kriege tropfen doch ins wort, das verzweifelt f-r-i-e-d-e buchstaben wollt`/bis/kennen sie siegen?/lichter lügen lieben lassen/mehr salz trinken/bleibt/nach/seelenkunde/anleitung zur transformation in einen geist (how to become a ghost)/spätes fieber - immer wieder neue liebeslieder/das evangelium der einsamkeit/auszeit, es geht nach haus, heut/erst speist die marter, dann fließt der wein/ dreiundachtzig/glasgesänge/schatten jagen/stein schlägt wort/marc-anton warum antwortet nicht/unverstanden/welt weit weh/zarte klingen/ausgeschissen/supertod/mehr meer mär/wenn/ stumm/die halbunruhigen

Willkommen im Nichts!
 "Abhandlungen über das Nichts", ist am 13. Mai im Shaker Media Verlag erschienen. Das Werk umfasst auf 90 Seiten 40 Kurzgeschichten, Gedichte und Betrachtungen sowie 21 Bildnisse über einen "unfassbaren" Zustand.
ISBN 978-3-95631-293-9, Preis: 11,90 Euro

 

Inhalt: Du bist zu Ende/15.000 Tage/Ein Leben/Blut und Blumen/Es ist nichts/Koma-Morgen/Antworten/Worte, Tote, Asche, Nichts/Der Mann, der über eine Wolke stolperte und darin umkam/Fortsetzung folgt/Hmm/Der Glockenturm/Katzen toasten/Kiefer, Wort und Nacken /Der Junge unter der Trauerweide/Nicht/Spät/Rattatat/Unverlassen/Roter Wein trinkt schwarze Löcher/ Schmetterlings` Refrain/Henry Viertelnachzehn/Sie singt Amen/Jenny Neunuhrmittag/Aus-ge-lacht/Trennt/Sternenblühn/Das Gewicht eines Herzens/Komik und Tragik des Artistic Gonzalez Cauhm/Zehren/Der Affenberg/Elvis nach Acht /Wer sich zuerst verliert, siegt/Matheatomatik/Straßen, Pfade, Wälder, Felder, schwarze Müllbehälter/Weißes Garn in Gottes Darm/Leise scheißen/Was nicht ist, überwiegt/Der Pfützensammler/Ich Inferno

Ende. Die "Abhandlungen über das Nichts" sind beschrieben, 40 neue Texte abgeschlossen. Nach dem Lektorat und den noch fehlenden Bildern erfolgt eine erste Veröffentlichung im Eigenvertrieb im Laufe des Februars 2015. Folgend die Titel: Antworten/aus-ge-lacht/Blut und Blumen/Das Gewicht eines Herzens/Der Affenberg/Der Glockenturm/Der Junge unter der Trauerweide/Der Mann, der über eine Wolke stolperte und darin umkam/Der Pfützensammler/Du bist zu Ende/Ein Leben/Elvis nach Acht/Es ist ... nichts/Fortsetzung folgt/Fünfzehntausend Tage/Henry Viertelnachzehn/Hmm/Ich Inferno/Jenny Neunuhrmittag/Katzen toasten/Kiefer, Wort und Nacken/Komamorgen/Komik und Tragik des Artistik Gonzalez Cauhm/Leise Scheißen/Matheatomatik/Nicht/Rattatat/Roter Wein trinkt schwarze Löcher/Schmetterlings` Refrain/Sie singt Amen/Spät/Sternenblühn/Straßen, Pfade, Wälder, Felder, schwarze Müllbehälter/Trennt/Unverlassen/Was nicht ist, überwiegt/Weißes Garn in Gottes Darm/Wer sich zuerst verliert, siegt/Wie lange?/Worte, Tote, Asche, Nichts.
Das Werk ist in verschiedenen Variationen erhältlich: als reine PDF (3 Euro), als PDF auf CD (5 Euro zzgl. Versandkosten) sowie als CD inklusive einer Audiodatei, mit allen Texten vom Autor gelesen (6 Euro zzgl. Versand). Im Laufe des Jahres soll das Buch zudem in Printform veröffentlicht werden.   

Die Arbeiten an meinem neuen Buch, "Abhandlungen über das Nichts", nähern sich dem Abschluss. Darin enthalten sein werden 40 neue Kurzgeschichten, Gedichte und Betrachtungen, die sich mit dem Leitgedanken des Nichts auseinandersetzen.
Ich plane zum 01.01.2015 eine Erstveröffentlichung in Eigenproduktion als E-Book im PDF-Format. Später im Jahr soll eine Printversion im Verlag folgen. Das Buch wird mit Bildern komplettiert. Vorbestellungen für die digitalen Varianten (E-Book als PDF-Format oder E-Book im PDF-Format plus Spoken-Word-Datei, mit allen Texten vom Autor eingelesen) können ab sofort über die E-Mail-Adresse dahl@wortall.de getätigt werden.
Der Preis für das E-Book inklusive persönlicher Widmung wird fünf Euro (zuzüglich Versandkosten) bzw. acht Euro für die PDF-Variante mit Widmung und Audiodatei (zzgl. Versandkosten) betragen. Die Zahlung erfolgt per Überweisung gegen Rechnung. Einblicke in meine Arbeiten gewähren neben dem wortall.de die Homepage www.cafe-tod.npage.de sowie meine Facebook-Seite, Wort All.


Bisher stehen folgende Texte (22. Oktober 2014):

antworten
ausgelacht
blut und blumen
das gewicht eines herzens
der affenberg
der glockenturm
der junge unter der trauerweide
der mann, der über eine wolke stolperte und darin umkam
der pfützensammler
du bist zu ende
ein leben
elvis nacht acht
es ist ... nichts
fortsetzung folgt
fünfzehntausend tage
henry viertelnachzehn
hmm
jenny siebenuhrmittag
katzen toasten
kiefer, wort und nacken
komamorgen
komik & tragik des artistik gonzalez cauhm
lebenszeichen aus der augenmitte
leise scheißen
matheatomatik
nicht
rattatat
schmetterlings`refrain
sie singt "amen"
spät
straßen, pfade, wälder, felder, schwarze müllbehälter
trennt
was nicht ist, überwiegt
weißes garn in gottes darm
wer sich zuerst verliert, siegt
wie lange?
 

Neue Short-Story: du bist zu ende
Die Kurzgeschichte stammt aus dem in Arbeit befindlichen neuen Buch "Abhandlungen über das Nichts".
du bist zu ende.wmv
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Buchveröffentlichung
Bilder vom Lichtersinken & Kerzentrinken

 

Der Autor freut sich über eine neue Veröffentlichung. Nach der letztjährigen Publikation als E-Book ist der Lyrikband "Bilder vom Lichtersinken & Kerzentrinken" am 21. April 2014 als Taschenbuch im Epubli-Verlag erschienen. Das Werk ist via Amazon & Co., über den Verlag sowie beim Buchhändler des Vertrauens bestellbar.
Daten: 40 Gedichte, 21 Fotografien (s/w), 72 Seiten, 7,90 Euro,
ISBN 978-3-8442-9299-2

Neues Buch "Abhandlungen über das Nichts" vorbestellbar

 

Mein neues Buchprojekt, "Abhandlungen über das Nichts", geht in die finale Erstellungsphase. Bisher stehen die Texte "Blut und Blumen", "Das Gewicht eines Herzens", "Der Affenberg", "Der Glockenturm", "Der Junge unter der Trauerweide", "Der Mann, der über eine Wolke stolperte und darin umkam", "Der Pfützensammler", "Du siehst mich nicht", "Elvis nach Acht", "Fortsetzung folgt", "Fünfzehntausend Tage", "Katzen toasten", "Kiefer, Wort und Nacken", "Koma-Morgen", "Lebenszeichen aus der Augenmitte", "Leise scheißen", "Nicht", "Schmetterlings` Refrain", "Sie singt Amen", "Straßen, Pfade, Wälder, Felder, schwarze Müllbehälter", "Was nicht ist, überwiegt", "Wer sich zuerst verliert, siegt" und "Wie lange?".
Ich plane, das komplettierte Werk ab dem 1. Mai 2014 als E-Book plus eingelesener Audiodatei im Eigenvertrieb zu veröffentlichen. Parallell suche ich einen Verlag für die Print-Version. Interessenten an der ersten Publikations- Alternative können ein Exemplar unter dahl@wortall.de vorbestellen. Der Preis inklusive Versand wird fünf Euro betragen.

Lesung "bilder vom kerzensinken & LICHTERTRINKEN" aus der "Galerie Frei" nachhören
Die komplette Lesung aus der "Galerie Frei" vom 21. Juni 2013 wurde mitgeschnitten. Zahlreiche Gedichte aus dem neuen Lyrikband "Bilder vom Lichtersinken & Kerzentrinken" sowie Short-Stories wie "Fliegen töten" oder "Der Anruf" können auf über 60 Minuten nachgehört werden. Die Lesung ist als reine Audiodatei für 2,00 Euro oder als CD für 5,00 Euro (inkl. Porto) unter dahl@wortall.de bestellbar. Bei der Angabe einer Rechnungsadresse erfolgt die Zusendung einer Rechnung. Bei Nichtgefallen ist ein Umtausch und die Rückerstattung der Kosten innerhalb von 14 Tagen möglich. 

Sommerblut-Lesung als Live-Mitschnitt erhältlich
Die Lesung vom 10. Mai 2013 aus dem Kölner Hinterhofsalon ist als Livemitschnitt erhältlich. Die Aufnahme kann als CD für 4,20 inklusive Porto bestellt werden. Als reine Audiodatei ist die Lesung auch via E-Mail für 2,00 Euro erhältlich.
Bestellungen können über dahl@wortall.de getätigt werden. Für die Erstellung einer Rechnung ist die Postadresse notwendig.

Neuer Lyrikband "Bilder vom Lichtersinken & Kerzentrinken" ab sofort als E-Book bestellbar


Am 1. März erschien mein neuer Lyrikband "Bilder vom Lichtersinken & Kerzentrinken". Ich habe mich zunächst für den Eigenvertrieb entschieden und biete das Werk als reines E-Book an. Die 40 neuen Gedichte und 40 Fotos auf 92 Seiten können für 2,22 Euro als PDF-Datei bestellt werden. Als erweiterte Variante biete ich den Lyrikband plus einer Spoken-Word-Audiodatei mit allen Texten für 4,44 Euro an.

Die Titel lauten:

42/das anfang und der ende/gut/himmel zu/tränen, die sich ums leiden mühn – immer regen, immer schmerz immer eichen, immer blumen, die falsch duften und nicht mehr in den neuen frühling blühn/
ja angst, ja wahn/kerzentrinken/lust auf eis/mensch - and i grief/minus licht/nach all dem tod/schlaf, schnee, schnitt schrei/stein/ü/und sagte/ unfruchtbare gedanken über die erlösung/üü/zum lichte, zur nacht/enden/lichtungen/beinahe schade oder whisky auf der kippe/ein lorbeerkranz der angst/sand/zurück zum ende/sammle seen, sammle wolkenwehen/glas/thomas zählt/grüner/norden/ich war nie hier/dein zahn, mein herz/wort/tatsächlich schwänze, tatsächlich schwärze/kreist/süßer die ströme nie rannen/spring still bei vier/aber früher waren wir alt/riss/take the train/krnk


Bestellungen können via E-Mail unter Angabe der Rechnungsadresse an dahl@wortall.de getätigt werden.

Hörprobe aus dem neuen Lyrikband, "Bilder vom Lichtersinken & Kerzentrinken"
"schlaf, schnee, schnitt, schrei" ist eines von 40 Werken aus dem aktuellen Lyrikband, "Bilder vom Lichtersinken & Kerzentrinken", der ab sofort unter dahl@wortall.de bestellbar ist.
schlafschneeschnittschrei.wmv
Windows Media Video-Format [467.8 KB]

kerzen trinken

Ein warmes Wort
Schreibt ‚Winter‘ in die Nacht
Kerzen schwimmen still im See
Eine Sonne, eine Erde, eine Seele silbern
die sich in das Wasser senkt
Augen flackern blaubraunrotundgoldengrün
tanzen mit dem Regen
Der endlich dürre Adern für ein neues Wunder tränkt

Ich sterbe nicht
Ich sterbe nicht

Keine Tränen
nur der Duft von frischen roten Versen füllt den rohen Ort
Lass es zu
Dies sei dein Wille, und gib nicht acht
Du bist der Mensch, der sich an die Lust verschenkt
An Bäume, Steine, Sterne, Flüsse
und kaum an liebe Wesen denkt
Geh, und komme ohne Segen wieder
du brauchst ihn nicht

Sei Kälte, Wasser, Hitze, Sturm, Lächeln
sei Finsternis am Tage
und dann
und dann
und dann

sei Licht





Rendezvous im Café Tod
Die Audiodatei wurde am 1. Oktober 2011 während meiner Lesung im Gemeinschaftsatelier "K5" in der Kölner Südstadt aufgenommen. Die Aufnahme gibt den zweiten Teil der Lesung wider.
lesung k5 zwei.wmv
Windows Media Video-Format [3.4 MB]

In Den Teufeln Meiner Augenblicke - Protokolle eines Zwangskranken

von Halmas Thod

 

Ein Trip durch Absurdistan mit einer Endstation, die sich nicht mit dem Ankommen begnügt ...

 

Nach zweieinhalbjährigen Aufzeichnungen erschien am 29.02.2008 “In den Teufeln meiner Augenblicke - Protokolle eines Zwangskranken”. Am 26.06.2008 wurde das Werk über den Shaker Media Verlag neu veröffentlicht. Das Buch erscheint als Paperback mit 8 persönlichen Zeichnungen/Collagen/Fotos in Farbe sowie Schwarz/Weiß.
ISBN-Nr. 978-3-868-58-039-6, 312 Seiten, 18,80 Euro

 

Laut aktuellen Statistiken leiden mehr als 1,5 Millionen Menschen in Deutschland an Zwängen. Die Dunkelziffer dürfte jedoch ein Mehrfaches davon betragen, denn viele Betroffene schämen sich für ihre Wasch-, Kontroll-, Ordnungs- oder Gedankenrituale. Diese Menschen träumen mitunter an der Schwelle zum Freitod. Thomas Dahl träumte lange mit. Als Halmas Thod taucht er noch einmal in seine Verstecke und beschreibt den alltäglichen Wahn zwischen Ordnung, Gedankenterror und Wasserhahn. "Meine ständigen Begleiter hießen Krankheit, Störung oder Neurose - jedoch alle hörten auf die eine Angst ´Leben`. Am Ende schmeckte ich nur einen Menschen, der sich fürchtete", so der Autor.

 

alle gedichte enden hier - trilogie des freundlichen todes

von Thomas Dahl

 

50 Gedichte von der Verführung des letzten Tages durch die Nacht. Direkt aus dem Café Tod - getränkt mit roten Wäldern, Vollmond und Wahn. Alle Zeilen garantiert zuckerfrei!

 

''Die Gedichte stammen aus der Periode einer bedächtigen (aber nicht desto weniger heftigen) Romanze mit Herrn Tod. Selbstzweifel, Überdruß, Ekel und Wahn prägten die Tage. In der Nacht blieb der Atem, ruhten sich Träume aus, wie erschöpfte Hunde auf der Sommerterasse eines hochherrschaftlichen Hauses. Ich war überfressen an Wünschen, wollte keine Kabinettstückchen für einen halben Napf Blutwurst mehr aufführen. Meine Besitzer zeigten sich erbost. Und ich wartete auf ein Zeichen der Zeit, der Götter, des Schicksals. Nichts geschah. Als ich erwachte, prügelten sich meine Ideale um die Reste der Märchen, die sie selbst so eitel erdichtet hatten. Es lohnt nicht eines einzigen Wortes, wenn das Ohr nur Fäkalien frisst! Man muss sich zuweilen beenden, um zu beginnen und die Sinne von den Sonderangeboten der Saison befrein. Ein ''Ich'' so fern, ein ''Du'', näher als der Puls an meinem Sein, ein ''Wir'', gefunden und verlorn - wohin bloß mit uns? Wohin mit diesem Rausch? Mitten ins Zentrum dieses einzigen Traums! Kommt, wir erwecken die Nacht - es ist Zeit, die Betten zu verlassen.''

Shaker Media Verlag, 50 Seiten, 50 Gedichte, 9,90 Euro, ISBN-Nr. 978-386 858 282 6

 

Derzeit arbeite ich an meinem neuen Buch "Als ich ein Sonntagmorgen war". Die Erzählung handelt von der Überwindung der Angst. 

 

Exposé 

In den Teufeln meiner Augenblicke


Vorwort

 

Worum geht es eigentlich? Um M., dem Menschen, der zögert, der A-N-G-S-T buchstabiert. Um die Angst also. Diese Furcht will, und das Wollen macht den Menschen komplett. M. ist nicht ganz in Ordnung. Er leidet. Nicht wie andere. Er schämt sich fast, dies so zu nennen oder gar zu gestehen. Dieser Mensch wird gestört, nein, dressiert. Durch Zwänge. Das sind Rituale. Impulse, denen er nicht

widerstehen kann. Seine Handlungen sind absurd und stehlen die Jahre. Das Schlimmste: Er weiß davon. Das macht es fürchterlich, immer öfter gar hoffnungslos.

 

Die folgende Störung ist eine Zwangserkrankung. Der Mensch gehorcht nun Befehlen, die zunächst wie seichte Blitze durch die Gärten einer angesehenen Wohnsiedlung trollen, um schließlich gellend durch alle Kellerfenster zu schlagen, unter die Betten und verriegelten Toilettentüren eines beschaulichen Hauses fahren und den „Erleuchteten“ zum Beobachter seiner eigenen Absurdität und Hilflosigkeit in den Spiegelkabinetten eines endlosen Bewusstseins verdammen …

 

Eine persönliche Hitliste der Zwangsstörungen: 

 

Ordnen: Zwangskranke sind (oder wären) begabte klassische Architekten. Es gibt keine Unklarheiten der Form, jeder Raum macht Sinn, den es gleichartig auszufüllen und zu behüten gilt. Symmetrie und rechte Winkel sind die wahren Liebhaber eines

stets unruhigen Augenpaares. Idealerweise steht kein Stuhlbein auf Abwegen, ragt kein Buch aus dem Band hervor, verweilt keine Tasse leer auf dem Wohnzimmertisch. Alles hat eben seinen Platz, denn Ordnung bedeutet (Welt) Frieden …

 

... Waschen: Alles Leben kommt aus dem Wasser. Und so manches möchte dringend zurück ins rauschende Element. Der verängstigte Mensch reinigt sich oft, bis die Haut in die kasachische Steppe flieht. Vier- bis fünfmaliges oder noch intensiveres

stundenlanges Duschen, Abtragung von Schmutzpartikeln bis in mikroskopische Untiefen mittels chirurgischen Wertinstrumenten sowie die obligatorische Handbrause nach jeder Fremdberührung bestimmen die Richtung bzw. den „Standpunkt“ des Tages …

 

... Sammeln und Sichern: Alles ist wichtig. Gemäß diesem Leitspruch ist weniger niemals mehr, sondern eben fataler Verlust – auch Müll. Zwangskranke, die unter Sammelzwängen leiden, haben mitunter keinen Platz mehr für eine Sitzgelegenheit in ihrer Wohnung, in der sich Zeitungen, Briefe, Bilder, Prospekte,

Bedienungsanleitungen, abgetragene Kleidung, leere Flaschen, Verpackungen, ausgediente Elektro-Geräte, vielleicht aber auch luftdicht verschlossene Behälter mit dem eigenen Urin oder Kot bis unter die Decke stapeln. Gleichzeitig muss sich hier ein Ordnungszwang nicht ausschließen, je nach der Ordnungssystematik des Menschen. Mitunter weichen die Betroffenen aus Kapazitätsgründen zum Weiterleben in den Abstellkäfig im Keller aus und feiern dort sicherlich
keine
Einweihungsparty …

 

Denkendenkendenken: Gedankenzwänge sind nicht minder teuflisch als ihre Brüder oder Schwestern, Ordnungs-, Kontroll- und Reinigungszwänge. Wohl ist ihnen schwieriger beizukommen, weil sie im wahrsten Sinne des Wortes nicht zu fassen sind. Der Drang, während der sonntäglichen Messe laut zu fluchen, das mehrmalige nachträgliche Abfahren der Arbeitswegstrecke, um verschuldete Unfälle zu beweisen bzw. zu entkräften, die permanente Vorstellung, das eigene Baby mit einem einzigen Schlag auf den Kopf faszinierend einfach zu töten, sexuelle Handlungen mit der Schwester oder der Mutter zu vollführen, CDs niemals in der Anlage zurückzulassen, weil sonst ein guter Freund erstickt oder auch die sofortige Entschlüsselung eines Fremdwortes mit anschließender Endlosdeklination oder -konjugation des Substantivs respektive des Verbums beim entspannten Fernsehabend lassen keinen Platz mehr, für das, was einem einst heilige Ruhe war …

 

alle gedichte enden hier 

 

maria lacht *

Maria lacht

Augenblick

auf Dreck gebrannt

im Winter ´38

als keine Weihnacht

sich um deine Not mehr mühte

Rote Flecken

tropfen

leise weinend von der Wand

Blitze blenden dich im Wald

Befehle schneiden

durch das kalte Land

Noch keine 18 –

Bild der Unschuld, Bild der Güte

Mensch von Mensch mit Schuld bedacht

Maria, was hast du da gedacht

Straßenköter kläffen

Fäkalien drängen sich um
nasse Lefzen

Die Kerkertüren schlagen blanke Rippen klein

gebrochne Körper ächzen

Wie Schlachtvieh

abwärts getrieben

Und an der verfaulten Tränke

gerät kein Blut mehr zu Wein

Doch Maria lacht

Wo war dein Engel

Wo war ein Mensch

der sich erbarmte
in dieser lauten Nacht

Am Ende musst du leben

brennst dich in das Licht hinein

Maria scheint

Maria siegt

Maria

lacht

Verscharrt und vergessen

Wahre Trauer schweigt nicht still

wahre Trauer ist besessen
 

* Maria lacht in der ständigen Fotoausstellung der ehemaligen GestapozentraleKöln, jetzt „Elde-Haus, NS-Dokumentationszentrum“, Appellhofplatz 23-25, Köln. Maria wurde mit tausenden anderen Angehörigen der Sinti, Roma und Jenischen ein Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns. In der Fotoausstellung des ehemaligen Kölner Gestapo-Hauses lächelt Maria bei der Ablichtung für ihre Akte in das Auge von Mördern.
 

einmal

 

Ruheloses Bild in mir,

folge diesem wunden Tier

über verstimmte Harfen, Violinen,

das morsche Klavier –

abwärts in den Tönen.

Schwimm mit mir –

wir trinken an den Echos,

die blinzelnd durch betrunkne Träume strömen.

 

Ich werde dich zum Lachen bringen,

mich in bunten Lumpen durch Kaleidoskope

schwingen und dir herzlose Liebeslieder singen –

wach mit mir.

Ich führ ein seltsam` Leben –

tiefer fühlt ein Alphabet,

mit dem ich durch die Nächte stier;

und unsichtbare Tinte füllt die Seiten,

die sich leise senken, leise heben.

 

Ein seltsam` Leben –

einmal in der Woch` genieß ich es

und piss im Stehen.

Einmal eine Zigarette,

einmal einen Rausch,

den ich eine Stunde schmecke.

Und Sonntags in der Früh

will ich mich beenden.

´aufgewacht, im Licht ertappt,

schäm ich mich benommen

und büß an blassen Wänden.

 

Alles

bleibt fremd,

alles alt und unverständlich –

Freunde werden kalt,

junges Glück bald Last

und bald vergänglich.

 

Ich verstand und ich versteh es nicht –

einmal werden, lieben, hoffen, bleiben,

bis der Abschied aus den müden Augen stürzt,

flieht, bricht

und entweicht auf freien Schwingen.

 

Folge mir –

einmal werd

ich dich

zum Lachen bringen.

 

küsten

 

Deine Küsten – blinde Bilder schwimmen still,

sie tragen bar die Knochen,

die ein Kontinent nicht halten will.

 

Schreiend Fleisch, rote Schritte,

Glas im Traum –

ich sammel Tritte

ins Gesicht

und denk es wären Küsse,

doch die Lippen spür ich kaum.

 

Das Wort im Anfang sinkt,

Kissenfeder bricht,

der Traum ertrinkt.

Rechter Start, doch leider alles,

alles falsche Schlüsse.

 

Hiss die Segel meiner Sucht.

Es stürmt die Welt.

Mein Engel lahmt,

mein Engel hinkt,

mein Engel fällt.

 

Zurück gerissen

an wütende Gestade.

Tiefer immer tiefer Land,

getrieben durch betrunkne Flüsse –

Treibjagdzeit,

Bluthundhatz dem Bündel weißem Fell

in schwarzen Betten.

 

Saison der Made,

Menschlein kommt nicht weit.

Augenschein ist nicht zu retten.

Ich kann den Schlaf nicht länger halten –

erwacht erst der Kopf,

gehorcht das Herz an Feindes Stätten,

mit tobenden Gestalten.

 

Kalte Hände,

nahe Fremde –

deine Wasser tränken nicht.

Deine Schwingen schlagen stumpf und fade.

Lass doch los,

was dir nicht leuchten kann und bald erlischt.

Lass doch los,

was sich nicht halten lässt

und bald

zer

bricht.

 

vatermein

 

Überwindet euch!

So leicht ist es, nur Mensch zu sein.

Fürst,

König,

Kaiser,

Gott der Tiere –

am Ende nur ein blödes Schwein.

Wir beten Vaterunser

und glauben Vatermein.

 

Als ich ein Sonntagmorgen war

 

"Als ich ein Sonntagmorgen war", so lautet der Titel meines neuen Buches, das sich momentan in Arbeit befindet. AIESMW berichtet über die enormen Veränderungen seit der Fertigstellung der "Protokolle eines Zwangskranken" (2008). Ich wollte nicht verhehlen, dass es mir seit geraumer Zeit besser geht. Therapie, Medikamente, Freunde, Familie und vor allem mein Herzblühen modellierten einen weitaus gesünderen Thomas. Halmas lugt seltener zwischen den Ritzen meiner Vergangenheit in die Gegenwart - doch auch ihm geht es nicht schlecht.

Das Buch ist als Briefroman konzipiert. Ich schreibe meine Zeilen an alle Menschen und mythischen Geschöpfe (oder Ideen) denen ich zu Dank oder Sehnsucht verpflichtet bin. Dabei steht der Sonntagmorgen für einen traurigen Tag, der den Wahn der neuen Woche ankündigte. Diese Stunden sind vergangen. Mir geht es

besser als je zuvor. Es gibt Hoffnung. Und genau das macht mir manchmal Angst ...

 

Prolog

 

Es war gut

 

Es war gut. Der Moment hielt vor meinen Augen wie ein verspäteter Linienbus ins Stadtzentrum im strömenden Regen, der seine leisen Türen an unbelagerter Stelle weit öffnete und einen unvermuteten Sitzplatz offenbarte. Entlang der Straßen – meine Geschichte. Die Stopps – bevölkerte Erinnerungen in durchnässten Anzügen, Kostümen oder Pudelfrisuren. Gerüche – bitter, süß, herb, zu süß. Endhaltestelle – Seligkeit oder beglückende Verdammnis?
Mir kam Beides recht. Unmittelbar vor dem Ziel noch eine Unsicherheit: Verspeist man eine Tomate wie einen Apfel? Warum nicht? Warum ja? Ich wusste eine andere Frage und eine bessere Antwort: Was schmeckt besser, und wo finde ich das? Mitten im Leben! Da muss ich raus. Mit jedem Sinn.

Ich war Halmas Thod, ich bin Thomas Dahl. Ich werde ein Fremder sein, dem Fremde vertrauen, weil die Angst vor mir kapitulierte. Einst Verstorbener, der noch nicht aufhören wollte, zu träumen und sich vor lauter Müdigkeit vergaß, ein schlechter Zug auf der gut aufgestellten Seite des handgeschnitzten Schachbretts mit nur einem Sinn: Wohin mit all den Königen und Damen? In ihr bescheidenes Reich, beschloss dieser Mensch. Er verließ dieses Land und zog gen Norden – aufwärts. Die Luft erschien ihm besser dort. Zurück ließ er Trauerschleier und Kompass. Es gab nur einen Weg: Den direkten Pfad zur Furcht.

Eines Tages überraschte er sie beim Frühstück in ihrem glanzlosesten Gewand. Sie glotzte dämlich und grunzte unverständlich. Als sie verstand, lag sie bereits hinter ihm, wie ein erbärmlicher Haufen Eselscheiße, dessen Gestank nur für einen Steinwurf reicht. Das vermeintliche Opfer jedoch war weit. Er blieb nicht stehen. Er hielt nicht an.

Ich trank vom inneren Monsun und hüllte mich in die Nischen meiner mit Mondlicht gefüllten schützenden Fingernägel, die am lieben Leben blutig kratzten. Ich kostete die Versuchungen einer vorgegaukelten Sonne, die ein orangenes Feuerzeug war und verschmähte nicht die Speisen des Frosts auf meinen Zungen. Als die Blätter und Blumen wieder aufatmeten legte ich mich nieder. Im Schlaf fand ich den glücklichen Tod und erwachte neben einem neuen Stern.

Dies ist der erste Tag jenseits des Wahns. Ich war Halmas Thod. Ich bin Thomas Dahl. Ich werde ein Fremder sein ...

 

 

biLdEr vOm LicHTeRsinKeN & kerZenTriNKen



 

Neben der Arbeit an "Als ich ein Sonntagmorgen war" entstand die neue Lust an der Lyrik. So arbeite ich momentan parallel am Lyrikband "biLdEr vOm LicHTeRsinKeN & kerZenTriNKen". Die 40 Titel lauten:
 
das anfang und der ende/
42/
kerzentrinken/
nach all dem tod/
stein/
und sagte/
mensch/
himmel zu/

gut/

enden/
ü/
zum lichte, zur nacht/
lust auf eis?/

üü/

schlaf, schnee, schnitt, schrei/

tränen, die sich ums leiden mühn - immer regen, immer schmerz, immer eichen, immer blumen, die falsch duften und nicht mehr in den neuen frühling blühn/

unfruchtbare gedanken über die erlösung/

ja angst, ja wahn/

minus licht/

lichtungen/

beinahe schade oder whiskey auf der kippe/

ein lorbeerkranz der angst/

sand/

tausend tode high/

zurück zum ende/

sammle seen, sammle wolkenwehen/
glas/
thomas zählt/
grüner/
norden/

ich war nie hier/

dein zahn, mein herz/

wort/
hier/
süßer die ströme nie rannen/
tier/
aber früher waren wir alt/
riss/
take the train/
krnk





enden

sommer
vor dem frühling
winter wär mir lieber

ein paar wolken
in den händen
gerinnen
an gelegten bränden
sie lindern nicht das fieber

die menschen
sind so wach
in ihren gräbern
und ich
ich werde immer müder

wolken in den händen
der tag bleibt blau
mondschein lacht an rohen lenden
kein regen füllt den durst in mir

ein guter morgen
ohne kühlen tau
auf blüten, blättern
die stumm
und stiller
enden